Genderwahn für alle! Hedwigs heiteres Handbuch der heimtückischen Hetze

Armutsrisiko, Klimakatastrophen und wachsende politische Instabilität machen den Menschen Angst. Wir brauchen politische Lösungen Schreckgespenster, vor denen sie sich noch mehr fürchten können, damit sie nicht auf Ideen kommen, die den Profit der Konzerne gefährden würden. Mit dem bedauerlichen Versickern des „Flüchtlingsstroms“ müssen wir verstärkt auf ein anderes Horrorthema umsatteln: Gender!

Sie kennen sich da nicht so gut aus? Macht nichts, wir erklären hier schon mal die wichtigsten Begriffe. Retten Sie den Neoliberalismus und gruseln Sie mit!

* * *

Feminismus

Der artgerechten Haltung von Frauen steht heutzutage eine diabolische Irrlehre im Wege: der Feminismus. Er redet Frauen Bedürfnisse ein, die sie von Natur aus gar nicht haben (Freiheit, Autonomie, Karriere, Würde) und hindert sie daran, in der Rolle als einkommenslose Hausfrau und Mutter aufzugehen, die der christliche Gott per Schöpfungseingriff bewusst in ihren Genen festgelegt hat. Leidtragende des Feminismus sind vor allem die armen Frauen selbst.

Frühsexualisierung

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass bei jungen Menschen, die unter natürlichen Bedingungen aufwachsen (beispielsweise, wenn sie isoliert in einem Wald von wilden Tieren aufgezogen werden), das sexuelle Interesse schlagartig zur Volljährigkeit einsetzt und keinen Tag früher. Kinder und Jugendliche entwickeln nur dann ein unnatürlich verfrühtes Interesse an bestimmten Körperteilen und ihren Einsatzmöglichkeiten, wenn eine pervertierte und pädophilisierte Gesellschaft sie systematisch zum Bösen drängt. Kein gesund denkendes Elternteil würde zulassen, dass Kinder irgendetwas über sexuelle Abläufe erfahren, bevor sie, unschuldig herangereift, in der Hochzeitsnacht erstmalig nackt aufeinandertreffen.

Übung: Malen Sie ein Schild, das den natürlichen, unschuldigen Erfahrungshorizont der Kinder zum Ausdruck bringt, etwa „Faustfick und anal sind mir noch egal!“ Googeln Sie ein paar drastische sexuelle Abbildungen, die Sie ausdrucken und dazu kleben, drücken Sie das Ganze einem Vorschulkind in die Hand, und ab damit in die Fußgängerzone.

Homo-Lobby

Die Homo-Lobby (auch Gender-Lobby) ist die größte Gefahr für die Menschheit, die Freiheit und die Demokratie. Eine internationale, mit politischen Führungsfiguren vernetzte und finanziell gut ausgestattete Gruppierung … äh, das sind wir zwar selbst, aber damit das nicht auffällt, lenken wir den Vorwurf einfach nach außen und tun so, als wären wir nur eine Graswurzelbewegung aus lauter besorgten „einfachen Leuten“. Die gefährliche Lobby, das sind natürlich die Anderen!

Mittelfristiges Ziel der Homo-Lobby ist es, das natürliche Hingezogensein der Frau zum Kochtopf und des Mannes zum Heimwerkerbedarf tückisch zu untergraben. Der langfristige Plan ist es, die Ehe und alle Werte zu zerstören und alle Menschen in geschlechts- und orientierungslose Mischwesen zu verwandeln, die auf kaputten Möbeln Fastfood in sich hineinstopfen müssen.

Falls es Ihnen an Horrorszenarien mangelt: Das ideologische Programm zur Weltherrschaftsübernahme der Perversen finden Sie hier. Oder sagen Ihnen die „Weisen von Zion“ etwas? Gucken Sie sich da einfach alles ab, es hat sich bewährt.

Nur für Fortgeschrittene: Sie können subtil auf die jüdische Herkunft der Queer-Theoretikerin Judith Butler verweisen und die queerfeindliche Paranoia direkt an die guten alten antisemitischen Verschwörungstheorien andocken. Queerfeindlichkeit und Antisemitismus haben gemeinsam noch mehr Wumms, und die Zielgruppenüberschneidung ist ja eh kein Geheimnis. Da Antisemitismus in unserer → Meinungsdiktatur leider weniger offen ausgelebt werden kann als Queerfeindlichkeit, müssen Sie hier etwas diskreter vorgehen.

Homophobie / Transphobie

Gibt es gar nicht, jedenfalls nicht in Deutschland. Queerfeindlichkeit ist eine Erfindung ohnehin längst überprivilegierter Minderheiten, die unersättlich immer noch weitere Sonderrechte einfordern. Die berechtigte Kritik an diesen Minderheiten und ihrem perversen Lebensstil ist natürlich keine Diskriminierung. Faustregel: Alles außer Totschlagen fällt unter → Meinungsfreiheit. Nur weil Sie öffentlich die Haltung vertreten, Homos, Bisexuelle und trans Menschen seien ekelhaft, sündig, minderwertig, krank und gefährlich, müssen Sie sich noch lange nicht in die „homophobe Ecke“ stellen lassen, in die Sie überhaupt nicht gehören. Sie haben schließlich homosexuelle Freunde. Oder Bekannte. Oder Sie erfinden zumindest welche, und welcher wirklich homophobe Mensch würde das schon tun? Merke: Homophobie ist immer anderswo (→ Islam).

Islam

Der Islam ist der Joker in dieser Debatte. Je nachdem, wie es gerade passt, können Sie den Islam als ideologischen Verbündeten umarmen („Alle Religionen der ganzen → Menschheitsgeschichte verbieten Homosexualität!“), ihn als Buhmann einsetzen, um sich selbst als Homofreund zu inszenieren („Wir müssen deutsche Homos vor eingewanderter muslimischer Gewalt und Intoleranz schützen!“) oder Kreuzzugs-Lyrik aufwärmen („Kruzifixe an die Wand, für ein freies Vaterland!“). Suggerieren Sie, dass die Demarkationslinie der Freiheit nicht etwa zwischen Religion und Aufklärung verläuft, sondern zwischen Islam und Christentum. Alles Genannte geht auch gleichzeitig, die Widersprüche bemerkt niemand.

Vor allem lässt sich der Islam prima instrumentalisieren, um die hiesige Queerfeindlichkeit zu verharmlosen („Staatlich diskriminiert? Angespuckt? Pah, da unten baumeln Leute wie du am Baukran!“). Lassen Sie sich nicht allzu deutlich anmerken, wie neidisch Sie insgeheim auf die Länder „da unten“ sind.

Christliche Werte

Christ-Sein ist super praktisch. Wenn der ganze Zinnober mit in-die-Kirche-rennen, Nächstenliebe, Blut trinken usw. nicht ihr Ding ist – gar kein Problem. Man muss nicht mal die simpelsten Grundzüge christlicher Theologie kennen, um sich ein Kruzifix an die Brust zu pappen. Was genau Sie unter „christlichen Werten“ verstehen, das müssen Sie nie erklären oder sich gar danach richten. Es geht nur darum, dass Sie christlich sind und andere eben nicht. Christ-Sein funktioniert genau wie Deutsch-Sein. Sie können sich damit als besserer Mensch fühlen (also nicht im Sinne von „gut“, sondern von „wertvoller als Andere“), ohne dafür einen Finger rühren zu müssen!

Dank des Christentums können Sie ihrem Hass auf queeres Gesocks, humorlose Emanzen, muslimische, atheistische und ggf. auch jüdische Menschen ein religiöses Upgrade verpassen. Schon immer wurde menschlicher Hass mit göttlichem Gütesiegel geadelt und entschuldigt: Sie selbst wollen ja gar nicht hassen und hetzen, aber in der Bibel steht nun mal leider …

Und wenn Gott gewollt hätte, dass Sie Homos, Heiden und Feministinnen lieb haben, wieso hat er Sie dann so reich mit Ignoranz, Überheblichkeit und Dummheit beschenkt? Wie kann etwas falsch sein, das sich so gut und richtig anfühlt?

Für weniger Religiöse: Wenn Sie sich nicht allein auf das Christentum beziehen wollen, können Sie auch von „christlich-jüdischen Traditionen“ reden. Aber ob Sie das Judentum für Ihre Hetze in Geiselhaft nehmen oder Ihre Hetze stattdessen auch auf das Judentum ausweiten wollen (→ Homo-Lobby), das können Sie sich aussuchen, es ist schließlich ein freies Land. Für den leisen Seitenhieb gegen den → Islam hat sich die Phrase „christlich-abendländisch“ bewährt, da bleibt das Morgenland nämlich hübsch draußen, ätsch.

Gender-Gaga

Gender Mainstreaming bedeutet eigentlich, die Gleichstellung der Geschlechter in allen politischen Prozessen konsequent mitzubedenken, also einfach Artikel drei des Grundgesetzes umzusetzen. Gender Studies sind keine dubiose Geheimsekte mit streng kodifiziertem Glaubensbekenntnis, sondern ein wissenschaftliches Themenfeld, das notwendigerweise in verschiedensten Wissenschaftszweigen etabliert wurde und dabei ganz unterschiedliche Methoden und Theorien umfasst. Queer Theory wiederum ist eine mehr oder weniger radikale Bewegung, die sich bewusst nicht auf Verallgemeinerungen und Doktrinen einlässt. Ziemlich unterschiedliche Dinge also.

Aber was rede ich hier? Informationen? Differenzierungen? Vergessen Sie das. Stecken Sie das alles in einen großen Mixer, ignorieren Sie Unterschiede, grundgesetzliche Vorgaben und vor allem Fakten. Bauen Sie frei erfundene Einzelbeispiele zu einem grotesken Strohmann auf, der „dieses Gender“ repräsentiert. Alles großzügig aufschäumen, mit einem pikanten Salzrand aus Verschwörungstheorien dekorieren (→ Homo-Lobby) und voilà: Ihr eigener Gender-Gaga-Cocktail ist verzehrfertig.

Religionsfreiheit

Die steht immerhin im Grundgesetz. Nutzen Sie das als Ausrede, um Ihrer queerfeindlichen Agitation das Gütesiegel eines Grundrechtes zu verleihen. Nehmen Sie sich die USA zum Vorbild: Dort wird gerade wieder diskutiert, ob die Religionsfreiheit nicht auch in einer Demokratie dazu berechtigt, queere Menschen zu beleidigen, ihnen zu kündigen oder pauschal Dienstleistungen vorzuenthalten (→ christliche Werte).

Meinungsdiktatur / Gesinnungspolizei

Die Gefahren der kommenden oder schon verwirklichten Diktatur der Gutmenschen kann man nicht oft genug beschwören. Wenn Bücher, die all die Dinge beschreiben, die man heute nicht mehr öffentlich sagen darf, sich in Millionenauflagen verkaufen, dann beweist das doch, dass das Ende der → Meinungsfreiheit in Deutschland längst eine unumstrittene Realität ist.

Meinungsfreiheit

Analog zur → Religionsfreiheit können Sie sich auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit berufen und jede noch so sachliche Kritik an ihrer Hetze als demokratiefeindlich anprangern. Meinungsfreiheit bedeutet, dass Sie ein Anrecht darauf haben, Minderheiten als krank, pervers und gefährlich darzustellen, ohne dass jemand widersprechen darf. Außerdem garantiert die Meinungsfreiheit Ihren Anspruch, jede beliebige Bühne für Ihre Äußerungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Nicht in jede Talkshow eingeladen zu werden, nicht jede Online-Trollerei freigeschaltet zu bekommen, nicht von jedem Verlag unter Vertrag genommen zu werden – all das sind eklatante Grundrechts-Einschränkungen. Scheuen Sie bei solch unerhörten Vorgängen nicht den Vergleich mit aktuellen oder historischen Tyranneien. Sie sind ganz klar das Opfer einer → Meinungsdiktatur!

Gleichmacherei

Wo kleine Jungs in Kleidern tanzen, steht das Tor zur Hölle offen. Wenn man Jungen erzählt, dass sie mit Glitzerponys spielen dürfen und jungen Frauen, dass sie auch Männerberufe ergreifen können, dann ist das keine Freiheit, sondern dogmatische kommunistische Gleichmacherei. Streichen Sie „Freiheit“ am besten komplett aus Ihrem Wortschatz und ersetzen Sie sie durch „Schöpfungsordnung“. Es geht hier nicht um Freiheit!

Fortpflanzung

Die eigentliche und höchste Bestimmung aller Menschen ist es, den Fortbestand der Menschheit durch eigene Fruchtbarkeitsbemühungen zu garantieren. Kein noch so großer Beitrag eines Menschen zu Gesellschaft, Wissenschaft oder Kunst kann ihm so viel Wert und Würde verleihen wie ein Hamsterbau voller verrotzter Bälger.

Schauen Sie sich in der Geschichte um: Kulturen, die die Erzeugung erbgesunden Nachwuchses zum Kernpunkt eines ideologischen Programms gemacht und den Volkserhalt zur Hauptaufgabe jedes einzelnen Individuums erhoben haben, waren schon immer die lebenslustigsten und menschlichsten.

Das sagt die Wissenschaft: Neueste Studien des BMBF haben bewiesen, dass Fortpflanzung ausschließlich innerhalb einer rechtsgültigen heterosexuellen Ehe biologisch möglich ist. Lassen Sie sich nichts anderes weismachen.

Homo-Heilung

Stellen Sie sich einen Arzt vor, der Leuten erst ins Knie schießt und sich dann hilfreich anbietet, die Behandlung durchzuführen, bei der er das Bein aber nicht heilt, sondern einfach amputiert. Seine Lizenz verliert er deswegen nicht, sondern rechnet alles mit der Krankenkasse ab.

Undenkbar? Zutiefst unethisch? Skandalös? Nicht, wenn man die gleiche Geschichte mit der sexuellen Orientierung statt des Knies erzählt. Verteidigen Sie also die Hilfsbereitschaft solcher Menschen. Kritik daran offenbart lediglich das zweifelhafte Verhältnis der Kritisierenden zur Wissenschafts- und → Meinungsfreiheit.

Unisex-Toiletten

Für Gläubige: Die Unisex-Toilette hat der Teufel persönlich erfunden.

Für Politische: Stellen Sie anhand dieser verrückten Idee klar, dass man Minderheiten nicht nur öffentlich verhöhnen darf, sondern geradezu verhöhnen muss, weil sonst der deutsche Humor, ach was: die ganze deutsche Kultur in sich zusammenkracht.

Für Schnippische: Weisen Sie darauf hin, wie paradox es doch sei, einerseits alle Geschlechtergrenzen einebnen zu wollen (→ Gleichmacherei), dann aber ein Klo einzuführen, das nur Angehörige des „dritten Geschlechts“ benutzen dürfen, die das sicher selber gar nicht wollen. Und gibt es diese Fabelwesen überhaupt oder werden da etwa unsere Steuergelder für nichts verpulvert? Man wird das ja mal ganz neutral fragen dürfen.

Inzest, Pädophilie, Polygamie, Sodomie, Vergewaltigung

Sie können sich aussuchen, ob sie eines davon oder das alles mit Homosexualität einfach gleichsetzen, das eine als Vorstufe des anderen behaupten oder umgekehrt. Hauptsache, Sie stellen die Verbindungen her. Logik war gestern, genießen Sie es einfach, spielerisch zu assoziieren! Besonders ein Publikum mit religiösem Hintergrund oder erhöhtem Alkoholspiegel wird frohen Herzens mitspielen.

Menschheitsgeschichte

„Seit Menschengedenken haben nur Mann und Frau …“
„Erstmals in der Menschheitsgeschichte wird die Definition der Ehe …“
„Alle Religionen haben schon immer …“
„Seit Jahrtausenden hat sich die Familie …“

Ebnen Sie die historischen Entwicklungen der Menschheit einfach ein, als hätte die gesamte Menschheit seit Anbeginn der Zeit in exakt der patriarchalen, sexistischen, rassistischen, queerfeindlichen Welt des 19. Jahrhunderts vor sich hingedämmert, die Sie sich als die „gute alte Zeit“ erträumen. Historische Fakten stören nur Ihren Versuch, diese Fiktion als natürlich und bewährt den neumodischen, künstlichen Hirngespinsten von Emanzipation, Vielfalt und Gleichberechtigung gegenüberzustellen, die sich – weil naturwidrig – natürlich niemals dauerhaft durchsetzen werden (→ Zeitgeist). In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wäre noch aufgefallen, wie modernitätsfeindlich, ahistorisch und reaktionär dieser Trick ist. Aber die 70er sind gottseidank lange vorbei.

Indoktrination

Wenn man Kindern vorgaukelt, dass es nur heterosexuelle Menschen zweierlei Geschlechts gibt, oder wenn man kein Reiseticket buchen kann, ohne sich vorher einem von zwei Geschlechtern zuzuordnen, dann hat das mit Zwang oder Ideologie nichts zu tun. Zwangsideologie beginnt genau da, wo unschuldigen Kindern der Floh ins Ohr gesetzt wird, dass die menschliche Natur vielfältig sei und wo Behörden ihre Angestellten zwingen, verrückte verfassungsgerichtliche Entscheidungen ernst zu nehmen. Da ist eine groß angelegte Gehirnwäsche im Gang!

Übung: Lassen Sie sich ein paar kreative Formulierungen für das Ungeheuerliche einfallen: „Umerziehung“, „Gender-Propaganda“, „Indoktrination“, „Zwangs-Genderisierung“, „Gender-Gaga“, … Kein Wort kann dramatisch genug sein. „Gender“ bedeutet nicht mehr Freiheit, sondern das Ende aller Freiheit!

Respekt

Sobald Sie mit entlarvenden Gegenargumenten konfrontiert werden, pochen Sie darauf, dass eine Meinung, die sich allein aus Ressentiments, Ignoranz und Fake News speist, ebenso wertvoll sei wie eine, die auf Fakten und logischen Argumenten beruht. Die wahnwitzige Idee, dass man bauchbasierte Brandstiftung und Menschenrechte als gleichwertig nebeneinanderstellen müsse, um eine „ausgewogene“ Diskussion zu führen, hat sich schließlich auch in Formaten wie „Maischberger“ oder „Hart aber fair“ durchgesetzt; darauf können Sie prima aufbauen.

Jede Meinung verdient Respekt! Es fällt nicht auf, wenn Sie das sagen, ohne selbst andere Meinungen auch nur ansatzweise zu respektieren (oder gar Ihre Mitmenschen als solche) – es geht hier natürlich nur um eine Schuldumkehr, die die andere Seite als die intolerante und aggressive hinstellt.

Fordern Sie besonders für Meinungen Respekt, die extrem gegen den viel zu liberalen → Zeitgeist gerichtet sind. Wer in unserer politisch überkorrekten Zeit noch den Mumm hat, beispielsweise krassen sexistischen Unfug zu brabbeln, beweist schließlich gewaltigen Mut!

Zeitgeist

Bei flüchtigen Mode-Narreteien wie Aufklärung, Säkularisierung, Chancengleichheit, Pluralismus, Wissenschaft und dergleichen müssen nicht gleich alle begeistert mitmachen, nur weil die mal ein paar Jahrzehnte lang en vogue sind. Stellen Sie sich auf die Seite der wenigen Aufrechten, die stattdessen all die guten alten Traditionen erhalten wollen!

Die Geschichte wird Ihnen recht geben!

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15 Kommentare zu “Genderwahn für alle! Hedwigs heiteres Handbuch der heimtückischen Hetze

  1. Mir ist gerade echt wenig nach Lachen, im Gegenteil an einigen Stellen, aber du hast’s geschafft *g
    Danke für den Beitrag.

    Ein Eintrag fürs Abendland fehlt mir ein bisschen. So wie
    „Abendland, Christliches: Sie wissen selbst nicht so richtig, was das eigentlich sein soll, aber wenn Ihnen die Argumente ausgehen, verknüpfen Sie über diesen Begriff das Ende der =>Christlichen Werte mit dem Ende der =>Menschheitsgeschichte. Es gibt Dinge, die muss man nicht begreifen. Es reicht, daran zu glauben.“
    oder
    „Untergang des Abendlandes (auch bekannt als ‚Untergang der Menschheit‘, synonym zum Ende der =>Menschheitsgeschichte): Frauen haben Rechte, Menschen bestimmen selbstständig über ihre Geschlechtlichkeit und dürfen einvernehmlich lieben, wann und wen sie wollen. Unausweichliche Folge, die auf uns zukommt, wenn radikales Einschreiten gegenüber dem liberalen =>Zeitgeist und Verteidigung der =>Christlichen Werte längerfristig ausbleiben sollte. Die =>Menschheitsgeschichte gibt Anlass zu Sorge: Schon mehrfach sind wir dem nur knapp entronnen; bei endgültigem Eintritt des UdA werden wir alle sterben!
    Letzter Rechtfertigungsgrund dafür, dass =>Homo- und Transphobie und =>Homo-Heilung erhalten bleiben müssen, und das Bekämpfen von =>Gender-Gaga und =>Unisex-Toiletten unbedingt notwendig ist. Wenn alle Stricke reißen: UdA zieht immer.“

    Irgendwie so 😀
    Bisschen Islamophobie könnte man an der Stelle auch noch unterbringen.

    • Das mit dem „religiösen Hintergrund“ war vielleicht ein bisschen undifferenziert, ich geb’s zu. Aber es freut mich, dass du lachen konntest, lieber Mayk.

  2. Dass heute überhaupt noch jemand so genuss- und stilvoll bloggt, das allein ist schon großartig! Aber lange schon habe ich mich nicht mehr so diebisch an Geschriebenem erfreut. Bin richtig froh über diese Entdeckung und danke vielmals für die tollen Zeilen. ❤

    • Lieben Dank, Andre!
      Wobei ja auch Blogs eine Berechtigung haben, die spontan und knackig daherkommen…
      Da ich manchmal wochenlang nichts Neues veröffentliche, empfehle ich bei Interesse ein Abo, dann muss man nicht dauernd nachgucken und verpasst trotzdem nichts.

      • Natürlich. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass die schöne Blog-Kultur der 00er Jahre ja seit Twitter und Facebook eine aussterbende Gattung geworden ist und man sich dann doch immer wieder freut, wenn es begabte Autor*innen gibt, die es weiterhin betreiben. 🙂

  3. Das könnte ich mir wunderbar vorgetragen vorstellen. Mit einer vortragenden Person, die zwischendurch mal so richtig stammtisch-mäßig auf den Tisch haut.
    Danke dir für diesen großartigen Beitrag.

    P. S.: Ich will gar nicht wissen, wie viele den triefenden Sarkasmus gar nicht sehen und beim Lesen einfach nur zustimmend nicken und sagen: „Recht hat er! Muss man was gegen tun!“ O_o

    • Das passiert sogar manchmal. Vor allem der Artikel von Michael Swift, den ich hier ja veröffentlicht habe, wird gern mal in gewissen christlichen Kreisen herumgereicht und löst einen ernsthaften „Das muss man sich nur mal vorstellen!“-Grusel aus.

      • Bei geschriebenen Texten kann ich es bisweilen sogar noch nachvollziehen, weil da ja kein Tonfall mittransportiert wird, aber das geschieht ja seltsamerweise auch bei gesprochenem Sarkasmus. Bei einem Text wie dem deinen allerdings, der so offensichtlich satirisch ist, dass der Sarkasmus schon aus jedem Wort heraustrieft, hakt es bei mir dann doch aus. Manchen geht die Fähigkeit zur Reflektion und zum situativen und kontextuellen Denken anscheinend doch völlig ab.

        • Und dann wiederum lese ich manchmal Artikel oder Kommentare irgendwelcher religiöser Eiferer und denke nur: „Wow, das ist hoffentlich ’ne Parodie!“ Ist’s aber meistens leider nicht.

          Poe’s Law ist bekannt, oder? „Without a winking smiley or other blatant display of humor, it is utterly impossible to parody a Creationist in such a way that someone won’t mistake for the genuine article.“

          • Leider wahr.
            Beim Lesen deines Artikels fiel mir auf, wie wenig du an dem originalen Wortlaut, der beispielsweise in Beiträgen der „Demo für Alle“ zu finden ist, ändern musstest, um sie zu parodieren. Was für sich genommen schon eine bittere Pille ist.
            Kein Wunder also, dass manchen der Unterschied nicht auffällt. Leider habe ich zu viele Vollpfosten erlebt, um ernsthaft zu hoffen, die würden vielleicht die „Originale“ für Parodien halten -_______-

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