Für eine Kultur der Co-Homosexualität

Manchmal kann man sogar den TV-Sender VOX gucken und dabei schlauer statt dümmer werden. In der Dokumentation „Mann oder Frau?“ berichtete dort eine transsexuelle Frau u.A. von den Problemen, die ihr Coming-Out ihren Angehörigen bereitete, allen voran ihrer Ehefrau. Nicht nur der trans Mensch selbst sei in dieser Phase vielen neuen Reaktionen ausgeliefert. Auch auf dessen Angehörige würden plötzlich alle denkbaren Fragen und Bemerkungen einprasseln. Mehr noch: Während das Umfeld für die betreffende Person selbst gern eine Scharade gelassener Toleranz aufführe oder ihr gegenüber aus Unsicherheit schweige, würde es den Angehörigen das ganze Arsenal an Fragen, Vorurteilen und Wertungen umso ungebremster um die Ohren klatschen. Und diese Angehörigen müssten dann Antworten geben, die sie vielleicht noch gar nicht hätten und Strategien des Umgangs mit einer unerwarteten Situation finden – nicht für die trans Person, sondern für sich selbst. Die Frau, die all das so scharfsichtig beschrieb, nannte dieses Phänomen „Co-Transsexualität“. Weiterlesen

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