Wohlfühlaktivismus für Anständige – die Diskussion um das Blutspendeverbot

„Das ist Max“, lese ich auf der Webseite der Initiative Bunt Spenden. „Er will Blut spenden. Max ist Blutgruppe B, aber Max ist auch bi. Also kann er keine Leben retten.“ Begleitet wird der simple Text von kindgerechten Strichzeichnungen, auf denen Max ganz traurig guckt, weil er keine Leben retten darf. „Denn in Deutschland ist bi- und homosexuellen Männern Blut spenden verboten.“

Aufklärung über komplexe Sachverhalte, so dämmert mir, während sich ein knappes Dutzend spektakulär schlichter Sätze beim Herabscrollen in qualvoller Zeitlupe abspult und meine Hirnleistung effektiv auf Vorschulniveau herunterdimmt, ist wohl eher nicht das Ziel dieser Kampagne.

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