Ihr seid alle schrill, schrill, schrill.

Ich dachte bisher immer, beim CSD gehe es vor allem um politische Themen. Solidarität und so – wie naiv. Aber jetzt weiß ich Bescheid. Zweck und Bestimmung erhält der Christopher Street Day allein als Austragungsort zweier Wettbewerbe, die zwar völlig gegensätzlich scheinen, aber direkt zusammenhängen.

Da ist erstens jener kleine Teil der Teilnehmer*innen, der sich mithilfe barock überbordender und surreal farbintensiver Monturen und Kopfaufbauten einem inbrünstigen Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit hingibt. Das ist oft recht unterhaltsam, politisch sogar durchaus sinnvoll, und angesichts des heroischen Kampfes gegen Schwerkraft, Orthopädie und Seitenwind, den diese Menschen mit stoisch erfrorenem Lächeln auf sich nehmen, mag sogar ein wenig Bewunderung aufkommen. Jedenfalls trägt dieser Wettstreit zur Popularität der Paraden erheblich bei.

Der zweite Wettbewerb läuft eher im Verborgenen ab und wird nur in einer Gesamtschau der CSD-Berichterstattung offensichtlich.

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